Ankündigungen / Aktuelles

Jahresrückblick 2020 im Gottesdienst am 31. Dezember 2020

Wer konnte Silvester 2019 ahnen, dass es ein Rückblick auf ein Jahr ist,das von einem Virus bestimmt sein würde?

Voller Elan waren wir alle gemeinsam in das neue Jahr gestartet, mit den üblichen guten Vorsätzen, mit Mut in die Zukunft, mit Gottvertrauen und den Glauben an unsere kirchliche Gemeinschaft.

Gemeindebeirat und  Kirchenvorstand begannen 2020 mit einer gemeinsamen Tagung im Kloster Frenswegen. Wir haben uns über drei´Tage mit der nahen und ferneren Zukunft unserer Kirchengemeinde befasst. Alle Ergebnisse und Erkenntnisse wurden fein protokolliert und sollten im April  in einer  weiteren halbtägigen Tagung konkreten Beschlüssen zugeführt werden.

In der Sitzung im Februar legte der  KV  die Termine für  die Konfirmandenfreizeit, für die Familienfreizeit, für Konfirmationen usw. fest. 

Anfang März führten wir eine sehr gute Diskussion mit Herrn SUP Janssen über den von ihm verfassten Visitationsbericht, der für unsere Gemeinde sehr positiv war. In der Sitzung wurde eine neue Konfirmandenordnung erlassen. Weiterhin wurde der Anschluss des Neuen Gemeindehauses an das Internet auf den Weg gebracht.

Am 12.3. startete Kurt Booms mit der Konfirmandengruppe und den Helfern nach Spiekeroog und kehrte zwei Tage eilends, sozusagen mit einem der letzten Schiffe, wieder zurück!

CORONA hatte auch Deutschland mit aller Macht erreicht.

Alle Terminplanungen für vorgesehene Veranstaltungen, Planungen für Gottesdienste wie zum Osterfest, für Konfirmationen, für die Bethel-Sammlung usw. waren auf einmal Makulatur! Gottesdienste waren nicht mehr erlaubt, die Gruppen, Kreise und Chöre konnten sich nicht mehr treffen, unser kirchliches Leben kam nahezu komplett zum Erliegen. Eine Entwicklung, die es seit rd. 90 Jahren nicht mehr gegeben hatte.

Trotzdem ist das Jahr 2020 kein Jahr, das zu einem Stillstand in unserer Kirchengemeinde geführt hat. Dazu einige Fakten:

Gottesdienste unter Einhaltung der AHA – Regeln konnten wir wieder ab dem 10.5. veranstalten. Ob Pastor Booms, der Kirchenvorstand oder die Besucher, alle waren zunächst unsicher. Man freute sich zwar auf den Gottesdienst, wollte aber auch nichts falsch machen. Nach und nach spielten sich die Abläufe ein und, wie sollte es anders in unserer Kirchengemeinde sein – die Besucherzahlen in den Gottesdiensten sind trotz aller Umstände gut!

Es wurde im September Konfirmation gefeiert, die Konfirmierten und die Eltern und Angehörigen waren mit der erforderlichen und abgesprochenen Art der Durchführung einverstanden und zufrieden. Es waren schöne Gottesdienste! Einen besonderen Gottesdienst erlebten wir am Reformationstag. Direkt neben Martin Luther stand unser Pastor und hielt eine inhaltvolle Andacht. Der Posaunenchor spielte und wir durften mit Abstand zueinander endlich wieder einmal singen!! Manche von uns werden entdeckt haben, dass die eigene Stimme für den Sologesang nicht unbedingt geeignet ist

Luther hat sich übrigens nicht eingemischt, er freute sich wohl schon auf sein Bagbander Bier, dass er fest in den Armen hielt.

Die Gottesdienste zum Volkstrauertag und zum Ewigkeitssonntag waren den Umständen geschuldet anders als sonst, aber nicht weniger würdevoll. Die Kirche war jeweils im Rahmen des Möglichen besetzt.

Auf unseren beliebten Abend mit Musik und Wort mussten wir in der gewohnten Form leider verzichten, Musik von Kathrin Klön am zweiten Advent hat uns aber entschädigt!

Die Weihnachtsgottesdienste und unser jetziger Gottesdienst erforderten leider eine Anmeldung! Wir haben im Kirchenvorstand lange und intensiv diskutiert, wie man die Anmeldungen am besten entgegen nehmen könnte und haben uns letztendlich für die persönliche Anmeldung entschieden. Danke an alle, die trotz der Umstände gekommen sind aber auch Verständnis für alle, die in diesem Jahr auf einen Gottesdienstbesuch verzichtet haben und sich den Weihnachtssegen durch andere Angebote ins Haus geholt haben!

Sehr bedauerlich ist, das sich nach wie vor die Gruppen und Kreise nicht treffen können, Ob Frauentreff und Frauenkreis, die Fröhliche Andacht, oder die Kirchenchöre, sie alle können nicht zusammen kommen. Es gab keine Adventsfeiern für unsere älteren Gemeindeglieder.

Die Jugendarbeit wurde ansatzweise wieder in Angriff genommen, für die Anwesenden eine schöne Sache, leider erreicht man nach monatelangem Stillstand viele Jugendliche nicht mehr.

Personalveränderungen gab es einmal mit dem Ausscheiden von Claudia Rewerts aus dem Kinderspielkreis. Die von ihr gemeinsam mit Thea Saathoff hervorragend geleistete Arbeit wurde von Daniela Peters aus Schirumer Leegmoor übernommen, wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Zum 1.3. haben wir mit Dieter Dannemann einen weiteren Mitarbeiter für die Friedhöfe eingestellt. Er und Jann Reuter verstehen sich vom ersten Moment an prima und machen viele anfallende Arbeiten gemeinsam. Mit Spaß und großem Erfolg!!

Das Gräberfeld wurde mit einem Rollrasen versehen, eine Beregnungsanlage wurde installiert, die Wege wurden neu befestigt, eine Bank wurde aufgestellt. Die Anlage macht jetzt einen sehr guten und würdigen Eindruck.

Liebe Anwesende, ja, es ist zurzeit vieles anders. Die ganzen Umstände und Regelungen gefallen uns nicht, man kann sich immer noch nur schwer an Masken, nicht zugelassene herzliche Umarmungen, fehlende persönliche Nähe usw. usw. gewöhnen Darüber klagen wir oft in kleiner Runde. Aber seien wir trotzdem zufrieden. Wir haben reichlich zu Essen und zu Trinken, wir können uns nach wie vor fast kaufen, was das Herz begehrt, wir haben Frieden, wir haben die Möglichkeit, uns hier in Gottes Haus zu treffen und auf seine Worte zu hören und wir haben die Aussicht, dass die Pandemie in 2021 in Bahnen gelenkt wird, die unser Zusammenleben wieder normalisieren.

Der  Kirchenvorstand wünscht  allen Mitgliedern unserer Kirchengemeinde, allen Einwohnerinnen und unserer Dörfer für das Jahr 2021 alles erdenklich Gute, Gesundheit und Gottes Segen!

Richard van Düllen


„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Trübsal, beharrlich im Gebet!“ Römer 12,12 Liebe Gemeindeglieder; liebe Leserinnen und Leser, schon oft habe ich dieses Wort ausgelegt, gerade auch für Menschen in traurigen und in schwierigen Situationen – in diesen Tagen der Corona Pandemie hat es nun einen besonderen Klang. Der Apostel Paulus spricht auch damals in eine Krisensituation hinein und sein erster Ansatz, um diese zu durchstehen, ist: „seid fröhlich in der Hoffnung“. Nun meint er sicher nicht das Lachen, das auch gut tut und befreien kann. Paulus meint wohl eher: „seid zuversichtlich in der Hoffnung“. Unsere christliche Zuversicht blickt auf Jesus Christus, seinen Weg in das Leiden und an das Kreuz am Karfreitag und dann vor allem die Auferstehung am Ostermorgen. Das ist unsere große Hoffnungsgeschichte für Leben und Sterben und Tod! Gemeinsam erinnern wir uns in diesen Tagen an diese gute Nachricht. Und dann spricht er von dem, was uns gerade in großem Maße abverlangt wird: Geduld. „Wie lange wird es noch gehen?“ Das ist die Frage, die im Moment alle bewegt und umtreibt. Von Jesus wird erzählt, dass er 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste war, um zu fasten und sich vorzubereiten auf seinen Weg. Das ist eine lange Zeit der Entbehrung, aber auch ein begrenzter Zeitraum. Ein Ende ist für uns im Moment nicht abzusehen, das macht es so schwer. Gemeinsam sind wir stark und belastbar in der Geduld. Und sind dabei „beharrlich im Gebet“. Sprechen wir zu Gott über unsere Sorgen und Nöte, sagen Dank für das Gute, dass wir auch in diesen Tagen aus seiner Hand empfangen. Halten wir Fürbitte für die politisch Verantwortlichen, Ärzte und Pfleger, die, die unser Land versorgen auf so unterschiedliche Art und Weise und bedenken auch die, die in Krankheit sind und im Sterben liegen. Jede und jeder kann seinem Herzen bei Gott Luft machen. Gemeinsam sind wir ausdauernd, unbeirrbar und hartnäckig im Gebet. Und in unserer Kirchengemeinde? Das kirchliche Leben ruht! Gottesdienste finden nicht statt. Die Glocken läuten trotzdem am Sonntagmorgen. Das Fernsehen überträgt und Radio Ostfriesland (UKW 94,0/radio-ostfriesland.de). Die Absage der Altkleidersammlung hat wohl die Meisten erreicht. Der Gemeindebrief erscheint nicht. Die Termine für Mai sind nicht abzusehen… Überhaupt: eine langfristige Planung ist im Moment nicht möglich! Noch einmal der Apostel Paulus. Die neuere Übersetzung der Basis Bibel formuliert seine Worte so: „Freut euch, dass ihr Hoffnung habt. Bleibt standhaft, wenn ihr leiden müsst. Hört nicht auf zu beten!“ Ein guter Wegweiser für diese Wochen! Behaltet die Menschen in eurem näheren Umfeld im Blick, in Versorgung und mit telefonieren, durch schreiben… Seid behütet! Ihr und Euer Pastor Kurt Booms