Seid fröhlich in der Hoffnung

„Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Trübsal, beharrlich im Gebet!“ Römer 12,12

Liebe Gemeindeglieder; liebe Leserinnen und Leser,

schon oft habe ich dieses Wort ausgelegt, gerade auch für Menschen in traurigen und in schwierigen Situationen – in diesen Tagen der Corona Pandemie hat es nun einen besonderen Klang. Der Apostel Paulus spricht auch damals in eine Krisensituation hinein und sein erster Ansatz, um diese zu durchstehen, ist: „seid fröhlich in der Hoffnung“. Nun meint er sicher nicht das Lachen, das auch gut tut und befreien kann. Paulus meint wohl eher: „seid zuversichtlich in der Hoffnung“. Unsere christliche Zuversicht blickt auf Jesus Christus, seinen Weg in das Leiden und an das Kreuz am Karfreitag und dann vor allem die Auferstehung am Ostermorgen. Das ist unsere große Hoffnungsgeschichte für Leben und Sterben und Tod! Gemeinsam erinnern wir uns in diesen Tagen an diese gute Nachricht. Und dann spricht er von dem, was uns gerade in großem Maße abverlangt wird: Geduld. „Wie lange wird es noch gehen?“ Das ist die Frage, die im Moment alle bewegt und umtreibt. Von Jesus wird erzählt, dass er 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste war, um zu fasten und sich vorzubereiten auf seinen Weg. Das ist eine lange Zeit der Entbehrung, aber auch ein begrenzter Zeitraum. Ein Ende ist für uns im Moment nicht abzusehen, das macht es so schwer. Gemeinsam sind wir stark und belastbar in der Geduld. Und sind dabei „beharrlich im Gebet“. Sprechen wir zu Gott über unsere Sorgen und Nöte, sagen Dank für das Gute, dass wir auch in diesen Tagen aus seiner Hand empfangen. Halten wir Fürbitte für die politisch Verantwortlichen, Ärzte und Pfleger, die, die unser Land versorgen auf so unterschiedliche Art und Weise und bedenken auch die, die in Krankheit sind und im Sterben liegen. Jede und jeder kann seinem Herzen bei Gott Luft machen. Gemeinsam sind wir ausdauernd, unbeirrbar und hartnäckig im Gebet. Und in unserer Kirchengemeinde? Das kirchliche Leben ruht! Gottesdienste finden nicht statt. Die Glocken läuten trotzdem am Sonntagmorgen. Das Fernsehen überträgt und Radio Ostfriesland (UKW 94,0/radio-ostfriesland.de). Die Absage der Altkleidersammlung hat wohl die Meisten erreicht. Der Gemeindebrief erscheint nicht. Die Termine für Mai sind nicht abzusehen… Überhaupt: eine langfristige Planung ist im Moment nicht möglich! Noch einmal der Apostel Paulus. Die neuere Übersetzung der Basis Bibel formuliert seine Worte so: „Freut euch, dass ihr Hoffnung habt. Bleibt standhaft, wenn ihr leiden müsst. Hört nicht auf zu beten!“ Ein guter Wegweiser für diese Wochen! Behaltet die Menschen in eurem näheren Umfeld im Blick, in Versorgung und mit telefonieren, durch schreiben…

Seid behütet! Ihr und Euer Pastor Kurt Booms